Sind Service-Clubs Sekten?

Das Wort „Sekte“ stammt ursprünglich vom griechischen Wort „hairesis“ und bedeutet „Nachfolge“. Heute versteht man unter dem Wort „Sekte“ eine Gruppierung, die sich durch ihre Lehre und ihren Ritus von allgemein anerkannten Lehren unterscheiden.

Sekten haben ein eigenes Welt- und Menschenbild und wollen durch ihre Lehren „einen besseren Menschen und eine bessere Welt“ schaffen. Diese „bessere Welt“ kann diesseitig oder jenseitig, irdisch oder himmlisch sein. Ähnlich wie Kirchen, so haben auch Sekten ihre Zusammenkünfte, bei welchen Predigten oder Vorträge gehalten werden. Durch diese Vorträge werden die Sekten-Anhänger in ihrer Lehre unterwiesen. Selbstverständlich hat jede Sekte ein Interesse, dass ihre Lehre auch anderen Leuten weitergegeben wird.

All diese Merkmale findet man auch bei Logen und Service-Clubs wie z.B. Rotarier, Lions, Kiwanis etc. Die Rotarier z.B. schreiben von sich:Rotary vereint Persönlichkeiten aus allen Kontinenten, Kulturen und Berufen, um weltweit Dienst an der Gemeinschaft zu leisten und um zu einer besseren weltweiten Verständigung beizutragen.“ Und Lions-Club International gibt seine Ziele wie folgt an: „Den Geist gegenseitiger Verständigung unter den Völkern der Welt zu wecken und zu erhalten. Die Grundsätze eines guten Staatswesens und guten Bürgersinns zu fördern; aktiv für die bürgerliche, kulturelle, soziale und allgemeine Entwicklung der Gesellschaft einzutreten.“
Der „Spiegel“ schrieb betreffend der Service-Clubs Folgendes: „Zu vereinbarten Stunden treffen sie sich wöchentlich in ihren Clubräumen, wo sie satzungsgemäss ihre Männer/Frauen-Freundschaft pflegen. Dabei wird gegessen, getrunken, manchmal auch gesungen und abschliessend Vorträge angehört, bei welchen religiöse Strömungen, Kunst, wirtschaftliches und politisches Geschehen im weltweiten Überblick behandelt werden.“

Service-Clubs haben sich, wie die Logen auch, zum Ziel gesetzt: „Durch Lehren und Erziehen eine bessere Welt schaffen.“ Obgleich Service-Clubs und Logen sich als religionslos, (freidenkend) ausgeben, unterscheiden sie sich dennoch kaum von Sekten wie Zeugen Jehovas, Mormonen oder die Christliche Wissenschaft. Auch sie haben ihre eigene Weltanschauung, ihr eigenes Menschenbild und ihre eigenen Ideologien, um eine bessere Welt zu schaffen.

Logen und Service-Clubs sind globale Organisationen und haben deswegen auch ein effizientes, weltweites Beziehungsnetz. Dank diesem Beziehungsnetz können sie, angefangen von den höchsten Stellen Internationaler Organisationen über Landes- und Kantonsregierungen bis hinab in die Gemeindeverwaltungen, ihren Einfluss ausüben. Und weil die Führungspositionen der verschiedensten Gesellschaftsstrukturen zu einem grossen Teil mit Mitgliedern aus Logen und Service-Clubs besetzt sind, können sie ihre Ideologie in Politik, Wirtschaft, Gewerkschaft, Kirche, Massenmedien und Bildung einfliessen lassen, ohne dass es die Öffentlichkeit bemerkt.

„Toleranz“ und „Nachhaltigkeit“ sind die Mittel, wodurch die Logen und Service-Clubs eine bessere Welt schaffen wollen. So wurde die „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ (BNE) entwickelt, welche 1992 in das UNO Aktionspapier für Umwelt, in die sogenannte „AGENDA 21“, aufgenommen wurde. Die AGENDA 21 verpflichtet alle Unterzeichnerstaaten, darunter auch die Schweiz, die BNE in alle Lehrpläne einzuarbeiten. Demzufolge hat der Bundesrat zusammen mit dem EDK 2005 das „Vorgehenspapier der Plattform BNE“ herausgegeben. Darin wird festgehalten, dass die BNE in Schule, Unterricht und Lehrerbildung integriert werden muss. Demgemäss wurde die BNE-Ideologie vollumfänglich in den Lehrplan 21 (LP 21) integriert. Auf diesem Weg wird die humanistische Ideologie der Logen und Service-Clubs allen Schulkindern beigebracht.

Können wir Christen es aber verantworten, dass unseren Kindern und Enkelkindern diese freidenkerische Ideologie gelehrt wird, so dass sie ohne Gott, orientierungs- und ziellos aufwachsen müssen? Müssten wir uns nicht spätestens jetzt gegen den LP 21 wehren?

Arthur Bosshart