Kann ein Christ Rotarier sein?

Sehr geehrter Herr  ……, vielen Dank für Ihr Mail vom August 2014.
Sie schreiben in Ihrem Mail, dass sie seit 35 Jahren überzeugter Christ, Paarseelsorger und auch Rotary-Club Mitglied sind.
Weiters schreiben Sie, dass Sie im Rotary-Club die Liebe Gottes weiter geben wollen und den Rotary-Club als Missionsfeld sehen.
Dass Sie das ehrlich meinen, möchte ich nicht in Abrede stellen.
Es ist schön, wenn Menschen sich für das Reich Gottes einbringen wollen, wichtig ist es aber, dass dies auch auf dem richtigen Fundament geschieht.
Wie bei einem Hausbau, so ist es auch bei einer Lehre. Sie kann nur bestehen, wenn sie auf dem richtigen Fundament gebaut ist, wenn nicht, fällt das Denkgebäude in sich selbst zusammen.

Gehen wir doch einmal der 1. Frage der rotarischen “4-Fragen-Probe” nach und fragen uns: „Ist die christliche Lehre, so wie sie bei den Rotariern gelehrt wird, wahr oder nicht?“
Dass der „Herr Jesus Christus“ gelebt hat, viele ausserordentliche Wunder getan hat, am Kreuz gestorben ist und am 3. Tag auferstanden ist, bezeugt nicht nur die Bibel, sondern bezeugen auch verschiedene ausserbiblische Quellen als einen Fakt. Wir können folglich sicher davon ausgehen, dass die Bibel über die Person Jesu Christi die Wahrheit spricht. Fragen wir uns nun: „Was hat Jesus Christus denn gelehrt?“ Jesus Christus lehrte unter vielem anderen: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das tut ihnen auch.“  Dieser Bibelvers wird von den Freimaurern und Service-Clubs gerne zitiert.
Das ist aber nur ein kleiner Teil von all dessen, was Jesus gelehrt hat. Gleich nach dem von den Freimaurern und Service-Clubs gerne zitierten Vers ermahnt Jesus Christus die Menschen mit folgenden ernsten Worten: „ Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn finden!  Seht euch vor, vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.“

Nun stellt sich die dringende Frage: „Wie gehe ich ein durch die enge Pforte?
Jesus Christus lehrt uns ganz klar, dass er mit dem bestimmten Auftrag gekommen ist, nämlich Sünder vor der ewigen Verdammnis  zu retten und stellvertretend für den Sünder das Gericht Gottes auf sich zu nehmen, damit alle, die an IHN glauben, ewiges Leben haben.
Das tat Jesus Christus für alle Menschen, damit alle Menschen durch IHN Sündenvergebung haben können. Damit das „Werk Jesu Christi“ aber für einen Menschen auch wirksam wird, muss der Mensch das Sühnungswerk, welches Jesus Christus am Kreuz von Golgatha vollbracht hat, anerkennen und glauben, dass Jesus Christus ganz persönlich für seine Sünden am Kreuz gestorben ist und am 3. Tag auferstanden ist. Will der Mensch dieser Botschaft nicht glauben, so verwirft er das Angebot des ewigen Lebens und damit auch die Liebe Gottes. Der Mensch kann vor Gott nicht gerecht werden, auch wenn er sich noch so sehr bemüht, anderen Menschen Gutes zu tun. Die Liebe Gottes zeigt sich im Sühnungswerk von Jesus Christus und erst durch den Glauben an das Erlösungswerk Jesu Christi wird der Mensch auch fähig gute Werke zu tun, welche vor Gott bestehen können. Es ist eben ein grosser Unterschied zwischen „christlich zu sein“ und „Christ zu sein“.
Wie ist man denn ein wirklicher Christ? Ein Christ hat erkannt, dass er, so wie er ist, vor Gott nicht bestehen kann. Er kann den gerechten Ansprüchen Gottes nicht entsprechen, auch wenn er sich noch so sehr bemüht hat, Gutes zu tun. Die guten Werke können begangene Sünden nicht auslöschen und wer nur auch eine Sünde getan hat, ist in Gottes Augen des (ewigen)Todes schuldig.

Der Christ kommt also als Sünder zu Gott und nicht als ein Gerechter, als einer, der doch recht lebt und viel Gutes tut. Damit der Mensch sich als Sünder erkennen kann, wurde im Alten Testament das Gesetz gegeben.

Es wurde aber nicht nur das Gesetz gegeben, sondern durch den Opferdienst im Tempel auch aufgezeigt, auf welchem Weg der Mensch vor Gott bestehen kann. Nämlich allein durch den stellvertretenden Tod eines Opferlammes. Der Israelit musste ein makelloses Tier bringen, dem Prister seine Sünden bekennen und dann glauben, dass durch den stellvertretenden Tod des Opferlammes, seine Sünden getilgt wurden. Und als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, Jesus Christus, um als das wahre Lamm Gottes die Sünden der Menschen auf sich zu nehmen, damit alle, die an ihn glauben, ewiges Leben haben. Gegründet auf dem Opfer Jesu Christi kann es uns heissen: „Und so wir unsere Sünden bekennen, ist Gott gerecht und vergibt unsere Sünden.“ 1. Johannes 1,9

Der Mensch muss also glauben, dass seine Sünden durch den Glauben an Jesus Christus vergeben sind, indem er IHM seine Schuld bekennt und IHN um Vergebung bittet. Das beinhaltet auch den Glauben, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist. Jesus Christus selbst sagte: „Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben und wer dem Sohn nicht gehorcht, der wird das Leben nicht sehen, sondern das Gericht bleibt über ihn.“ (Johannes 3,36)
Also nicht gute Werke retten den Menschen, sondern der Glaube an Jesus Christus. Erst aus diesem Glauben heraus kann der Mensch gute Werke tun. Alles andere ist zum Scheitern verurteilt und wird am jüngsten Tage gerichtet. Darüber steht folgendes geschrieben: „Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken. Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.  Und der Tod und sein Reich wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl.  Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl.“ (Offenbarung 20,12-15)
Wer also nicht im Buch des Lebens geschrieben ist, der wird im jüngsten Gericht in den feurigen Pfuhl geworfen. Und in das Buch des Lebens werden wir nur durch die Wiedergeburt eingeschrieben. Wiedergeboren werden wir durch den Glauben, „dass Jesus Christus für meine persönliche Schuld gestorben ist.“

Das ist die frohe Botschaft, das Evangelium Jesu Christi. Wenn wir das so nicht lehren, dann sind auch die besten Werke, die wir tun, uns selbst und den anderen Menschen nur zur Verdammnis. Meines Wissens nach will kein Service-Club, dass man dieses Evangelium Jesu Christi, das Wort vom Kreuz, predigt, weil das gegenüber den anderen Religionen intolerant wäre und die Rotarier haben sich, wie auch die Freimaurerlogen zur Toleranz verpflichtet. Wenn wir dies ins Auge fassen, können wir schnell erkennen, aus welcher Geistesküche all die Wohltätigkeiten der Service-Clubs und der Freimaurer kommen. Und wieso muss ein Rotarier den Christen sagen, wie wir uns zu verhalten sollem? Haben wir nicht das Wort Gottes? Gilt das Wort eines Rotariers mehr als das Wort Gottes? Warum tun Sie die guten Werke anstatt um Jesu Willen, um der Rotarier Willen? Genügt Ihnen Jesus Christus allein nicht? Es ist auch auffällig, wie die Zielsetzungen der Service-Clubs, wie jene der der Freimaurer-logen alle in dieselbe Richtung gehen, nämlich in die Richtung der Toleranz und der Völkerverständigung. Doch ist diese Toleranz, wie ich in der Broschüre geschrieben habe, nur eine Imitation der Liebe Gottes, um schlussendlich Böses in Gutes und Gutes in Böses zu verdrehen.

Wir können nicht zwei Herren dienen, entweder dienen wir dem Herrn Jesus Christus, oder dem Teufel. Und wenn sie den Rotariern wirklich die Liebe Gottes, näher bringen wollen, dann dürfen sie nicht nur von Liebe Gottes reden, sie müssen ihnen auch das Gericht Gottes verkündigen, das Gericht, das über alle kommt, welche das stellvertretende Opfer von Jesus Christus nicht angenommen haben. Sie müssen die Gnade und das Gericht verkündigen.

Tun sie das nicht, dann enden die Menschen schlussendlich im Feuersee. Das sage nicht ich, sondern das Wort Gottes. Und ich nehme an, dass auch für Sie als Christ das Wort Gottes die massgebende Quelle Ihres Denkens ist. Bedenken Sie, dass niemand so viel vor der Hölle gewarnt hat, wie Jesus Christus selbst. Gott liebt alle Menschen und will durch Jesus Christus alle Menschen retten, doch werden nur die Menschen gerettet, welche das göttliche Geschenk auch annehmen. Dazu müssen wir die ganze Wahrheit predigen, ob ihnen das Wort vom Kreuz nun gefällt oder nicht. Wir müssen die Liebe und Gnade Gottes predigen, genauso wie die Heiligkeit und das Gericht. Wenn wir nur die Liebe und die Gnade predigen oder nur die Heiligkeit und das Gericht predigen, dann predigen wir nur die halbe Wahrheit. Und wenn wir nur die halbe Wahrheit predigen, dann belügen wir die Menschen und das ist alles andere als Liebe.

T.B.

(Dieser Text darf gerne kopiert und weitergegeben werden.)